Voraussetzungen und Einschränkungen

Die Medienoptimierung wird bei Schreibtischtelefonen (mit Ausnahme von DECT- und ATA-Geräten), Webex und der lokalen Gatewaylösung unterstützt. Wenn Sie Anrufe in Ihrer Organisation zwischen den unterstützten Geräten tätigen, erfolgt der Medienfluss für Ihren Anruf nach Möglichkeit direkt zwischen den Geräten. Dies sorgt für geringere Latenzzeiten und bessere Qualität.


Informationen zu den globalen Aktivierungsterminen finden Sie unter Neuerungen in Webex Calling.

  • Standardmäßig ist die Medienoptimierung auf Schreibtischtelefonen und in Webex aktiviert und erfordert in den meisten Fällen keine spezifische Konfiguration.

  • Für das lokale Gateway kann die Medienoptimierung mit dem Befehl STUN usage lite aktiviert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Lokales Gateway bei Webex Calling registrieren.


    STUN (Session Traversal Utilities für NAT) ist ein standardisierter Satz von Methoden, einschließlich eines Netzwerkprotokolls, für Traversal von Gateways für die Netzwerkadressübersetzung in Anwendungen für Echtzeit-Sprache, Video, Nachrichten und andere interaktive Kommunikation.

  • Das lokale Gateway (CUBE) unterstützt ICE-Lite. Die ICE-Unterstützung für CUBE weist zahlreiche Einschränkungen auf. Beispielsweise wird ICE-Lite nicht bei SIP-TDM-Gateways unterstützt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel zur ICE-Lite-Unterstützung für CUBE.

  • Die Medienoptimierung mit einem lokalen Gateway erfordert die Erreichbarkeit des Netzwerks zwischen dem Gerät und dem lokalen Gateway. Dies kann auf eine der folgenden Arten erreicht werden:

    • Zuweisen einer öffentlichen IP-Adresse zum lokalen Gateway.

    • Sicherstellen, dass die Hostadresse des lokalen Gateways für ein Gerät im selben Netzwerk wie das lokale Gateway zugänglich ist.

  • Für das Routing von Anrufen werden Signaldaten an die Webex Calling-Cloud gesendet. Für das Tätigen von Webex Calling-Anrufen ist stets eine aktive Internetverbindung erforderlich. Den Großteil des Datenverkehrs eines Anrufs machen jedoch Medien aus.

  • Anrufe können nur innerhalb einer einzigen Organisation optimiert werden. Bei organisationsübergreifenden Anrufen muss der Medienfluss aus regulatorischen Gründen über PSTN erfolgen.

  • Wenn die Anrufaufzeichnung aktiviert ist, werden die Medien für aufgezeichnete Anrufe an die Cloud weitergeleitet und nicht optimiert.

Phasen der Webex Calling-Medienoptimierung

Die Medienoptimierung nutzt ICE (Interactive Connectivity Establishment), um optimierte Medienpfade zu finden.

Dies geschieht in den folgenden Phasen:

  1. Erkennung von Kandidaten

    Wenn ein Anruf erfolgt, muss ein Endpunkt zuerst eine Liste von Adressen finden, an denen Medien empfangen werden können. Diese Adressen bzw. Kandidaten enthalten die lokale Adresse eines Endpunkts und eine serverreflexive Adresse, die verwendet werden kann, um den Endpunkt über eine NAT zu kontaktieren. Die serverreflexive Adresse wird durch Abfragen eines STUN-Servers in der Webex Calling-Cloud bestimmt.

  2. Kandidatenaustausch

    In dieser Phase tauschen Endpunkte die Liste der Kandidatenadressen aus, die während der Erkennung von Kandidaten mit SIP erfasst wurden.

  3. Konnektivitätsprüfungen

    Endpunkte testen die einzelnen, zuvor ausgetauschten Adressen, um den besten Medienpfad zwischen zwei Geräten zu ermitteln.

  4. Optimierung des Medienpfads

    Mit einer erneuten Einladung senden die Endpunkte nun Medien über den optimierten Pfad.

Analysen zur Medienoptimierung

Derzeit sind keine Analysen im Control Hub für die Funktion Medienoptimierung verfügbar, aber wir werden bald Analysen zur Nutzung der Medienoptimierung zu unseren Webex Calling-Analyse-Dashboards hinzufügen.